Stefan Schwark

Liste Gesundheits- und Krankenpflege

 
Berufsabschluss: Gesundheits- und Krankenpfleger
Berufliche Tätigkeit: Referent für Pflege im Krankenhaus, Social Media und Jugend beim Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Nordwest e.V.
 
Warum ich für die Liste DBfK Nordwest: Stark für Pflegende kandidiere:
Die Pflegekammer hat den Auftrag Bürgerinnen und Bürgern „gute Pflege“ (-> Frage an die Leserin / den Leser: Wie würden Sie das eigentlich definieren?) zu ermöglichen. Der DBfK hat zum Ziel „Stark für Pflegende“ zu sein. Sie zu beraten, abzusichern, fortzubilden und politisch zu vertreten. Diese beiden Perspektiven hängen untrennbar miteinander zusammen! Nur wenn Pflegende gute Rahmenbedingungen vorfinden, lässt sich „gute Pflege“ leisten. Es nützt aber nichts, beruflich Pflegende für Rahmenbedingungen zu bestrafen, die bereits selbst am Limit sind und keine Ressourcen haben. Ressourcen sind Zeit, Wissen, Geld, Reichweite und Sichtbarkeit, Mitsprache u.v.m. Wir müssen Ressourcen der beruflich Pflegenden in einem Dreiklang aus Pflegekammer, Berufsverband DBfK und Gewerkschaft stärken, damit die Pflegekammer ihr Ziel, eine „gute Pflege“ sicherzustellen ersteinmal präzise definieren und letztlich auch erreichen kann.

Meine Motivation in der Kammer mitzuwirken:
Unzufriedenheit mit dem Status Quo kann nur durch eigenes Tun begegnet werden.
"Die Kammer hilft, dass Pflege ein wenig mehr Hammer denn Amboss wird"
(Als DBfKler/in kennen Sie das wohl berühmteste Zitat von Agnes Karll natürlich: „Will die (beruflich) Pflegende nicht wie bisher Amboß sein, muss sie eiligst anfangen, Hammer zu werden und nicht mehr ihr Geschick willenlos aus den Händen Anderer zu nehmen, sondern es selbst zu gestalten.“).
Es ist einfach so, dass es halt irgendwer machen muss, wenn Pflege nicht fremdbestimmt sein soll – ich bin bereit es zu tun, würde es gerne, nach bestem Wissen und Gewissen und hoffentlich auch (sehr) gut tun. Der Verantwortung, die mit einem Ehrenamt einhergeht, bin ich mir bewusst. Der Dringlichkeit etwas für die Pflege zu bewegen sowieso.

Was ist mir wichtig im beruflichen Alltag? (Haltung)
Wertschätzende Kommunikation. Konstruktivität. Anspruch an sich und an andere. An Rahmenbedingungen. An Politik. Und an berufliche Pflege. Nur wenn Pflege belegbar gut und wertvoll ist, verdient sie Ansehen. Ich bin für ungeschminkte Kritik offen. Nur dort, wo wertschätzend kritisiert wird (im Positiven wie im Negativen) und konstruktiv damit umgegangen wird, geht es voran!

Wo sehe ich meine Schwerpunkte in der Kammermitarbeit?
Qualitätstransparenz. Durch Zahlen und Worte. Denn nur so kann die Pflege(berufekammer) stolz auf sich und ihre Arbeit werden und gesellschaftliches Ansehen erlangen. Zu Qualitätstransparenz gehören die großen Fragen: was ist Qualität? (Struktur-, Prozess-, Ergebnis- und Indikationsqualität), wie lassen sich diese Faktoren darstellen, wie kommen wir zu einem Qualitätswettbewerb?
Ergebnisse zu präsentieren, wie die „Qualitätsberichte“ der Krankenhäuser dies derzeit tun, kann nicht die Lösung sein. Ich hoffe auf eine enge Zusammenarbeit von und mit der Pflegewissenschaft, die benennen und fordern muss, welche Zahlen und Daten wir als Kammer erheben sollen: die Grundgesamtheit von über 80.000 beruflich Pflegenden in Niedersachsens Pflegeberufekammer ist eine einmalige Chance. Meine Masterarbeit schrieb ich über Chancen und Herausforderungen eines Qualitätswettbewerbs zwischen Krankenhäusern in Deutschland: Die Interviews mit Krankenhausgeschäftsführern waren ernüchternd. Pflege ist hier nicht relevant. Das möchte ich ändern.

Beruflicher Werdegang in Kürze:
2006 -2009: Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger, Hannover
2009- 2016: ehrenamtliches Engagement im DBfK u.a. als Delegierter des DBfK Nordwest, Mitglied der AG Junge Pflege, Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Junge Pflege
internationale Einblicke, Beschäftigungen als Gesundheits- und Krankenpfleger im Klinikum Region Hannover (interdisziplinär, 2009, 6 Monate),
2009 -2012: Studium BWL im Gesundheitswesen und Tätigkeit als Gesundheits- und Krankenpfleger im Klinikum Osnabrück 2009 - 2015: Stipendiat der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) 
2012-2015: Masterstudium Gesundheitsöknomie (M.Sc.) in Bayreuth und USA (2012 - 2015) und Tätigkeit als Gesundheits- und Krankenpfleger im Ambulanten Pflegedienst
seit Mai 2016: Referent für Pflege im Krankenhaus im DBfK Nordwest
 

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